Die Geige

Das letzte Türchen ist nun dran,
Weihnachten endlich beginnen kann.
Zum Abschluss präsentieren wir – Die Violine
Und holen diese für euch aus der Vitrine.

Mozarts „Eine kleine Nachtmusik“ uns so gefiel,
als für die Violine typisches Beispiel,
dass wir spielten diese schönen Noten
und das Stück mit Akkordeon darboten.

Auch Pachelbels „Kanon in D-Dur“
Ist ursprünglich für Streicher nur.
Doch erklang aus dieser Komposition
Schon so mancher Akkordeonton.

Es gab Pauke, Saxofon, Amboss und Geige.
Aber nun gehen unsere Türchen zu Neige.
Darum wünschen wir von Herzen ein fröhliches Weihnachtsfest,
welches sich besonders gut mit Akkordeonklängen feiern lässt.

Die Laute


Steht eine größere Familienfeier an und der Abend ist bereits etwas fortgeschritten, erfreut sich ein Instrumentalstück großer Beliebtheit und lockt die Gäste auf die Tanzfläche – der Syrtaki. Dieser wird korrekt in einer Reihe getanzt und die Tänzer legen ihre Arme über die Schultern der Nachbarn. Dies unterscheidet ihn von vielen traditionell griechischen Tänzen, die meist im Kreis getanzt werden, während sich die Tänzer an den Händen fassen. Bekannt wurden das Stück und der Tanz durch den Film „Alexis Sorbas“ – deshalb findet man es in unserem Repertoire unter „Zorba’s Dance“.
Für das Stück wird eine Laute verwendet – ein Zupfinstrument, das einer Gitarre ähnelt. Nach mehreren Überlieferungen wurde die Laute von den Arabern nach Europa gebracht und wird seitdem sehr gerne in der europäischen Musik genutzt.



Die Gitarre


Sechs Saiten, mehr benötigt es nicht um die Menschen zu verzaubern. So schmelzen am Lagerfeuer zu schöner Gitarrenmusik nicht nur Marshmallows. 1982 gelang es Nicole mit „Ein bisschen Frieden“ beim Eurovision Song Contest die Menschen zu verzaubern. Nur mit ihrem Gesang. Und einer Gitarre.

Kein Wunder, dass wir also nicht nur typische Gitarren-Stücke im Repertoire haben, sondern dieses Instrument zu Konzerten bei uns hin und wieder auch eingesetzt wird. Sogar die E-Gitarre haben wir schon verwendet. In John Miles „Music was my first love“ gibt es für die elektronische Gitarre ein einprägsames Solo, welches wir mit dem Originalinstrument interpretiert haben.



Die Balalaika


„Let your balalaika sing what my guitar wants to say“ – zu Deutsch etwa: Lass deine Balalaika das singen, was meine Gitarre sagen möchte – heißt es im Song „Wind of change“ von den Scorpions. Das besungene Instrument sieht der bekannteren Gitarre auch ein wenig ähnlich und gehört wie sie zu den Lauteninstrumenten, hat aber einen dreieckigen Resonanzkörper und nur drei Saiten. Bei uns ist die Balalaika hauptsächlich als Teil der russischen Volksmusik bekannt, sodass sie auch mit Stücken wie „Kalinka“ verbunden wird.



Die Trompete


Wenn es um Blasinstrumente geht, gibt es wahrscheinlich an der Trompete keinen Weg vorbei. Schon vor 3.500 Jahren gab es im alten Ägypten ähnliche Instrumente. Durch ihren markanten Klang fand sie nicht nur im klassischen Orchester ihren Platz, sondern wurde auch das wichtigste Element zahlreicher Werke.
Aber auch in der Volksmusik kommt man kaum ohne die Trompete aus. Beispiele im volkstümlichen Bereich sind das „Trompetenecho“ und „Adieu mein kleiner Gardeoffizier“, in der Klassik ist vor allem der „Triumphmarsch“ aus Verdis „Aida“ zu nennen. Selbstverständlich wurden und werden diese Stücke auch von uns interpretiert.



Das Saxofon


Am 21. März 1846 patentierte der Belgier Adolphe Sax sein selbst entwickeltes Instrument – und offenbar mangels Kreativität nannte er es schlicht und einfach „Saxofon“. Bewogen zur Erfindung hatte Sax das Fehlen eines gut klingenden Holzblasinstrumentes der tiefen Lage, wie er selbst sagte – denn dies existierte seiner Auffassung nach vorher noch nicht. Ja, das Saxofon gehört zu den Holzblasinstrumenten, auch wenn dies aufgrund des metallischen Korpus nicht unbedingt nahe liegt. Doch die Tatsache, dass die Tonerzeugung mit Hilfe eines Rohrblattes erfolgt, klassifiziert das Saxofon zum Holzbläser.

Wir benutzen das Instrument bei einem der bekanntesten Saxofonstücke der Neuzeit – dem Theme vom „Pink Panther“.



Die Querflöte


Die Querflöte gehört zu den Holzblasinstrumenten, wobei das Anblasloch, im Unterschied zur Längsflöte, seitlich am Rohr angebracht ist. Die eingeblasene, gebündelte Luft wird an der sogenannten Mundlochplatte geteilt, so dass regelmäßige Wirbel entstehen. Diese geben der Luftsäule im Flötenrohr einen Schwingungsanreiz. Je nach Bauart der Querflöte sind unterschiedliche Tonbereiche spielbar. Während eine Bassquerflöte tiefe Töne erzeugt, fabriziert eine Piccoloquerflöte sehr hohe Töne. Im Gegensatz zu anderen Instrumenten, die hier in vorhergehenden Adventstürchen erwähnt wurden, konnte bei unserem letzten Weihnachtskonzert der Einsatz einer echten Querflöte bei „Ein Student geht vorbei“ bewundert werden. Wer weiß, welches Instrument in unserem diesjährigen Weihnachtskonzert zum Einsatz kommt…



Die Panflöte


Der Klang einer Panflöte ist etwas ganz besonderes. Durch Kippen des Instruments werden beim Hineinblasen in die zusammengebundenen Röhrchen unterschiedliche Töne erzeugt. Der Sage nach hatte der griechische Hirtengott Pan seine in Schilf verwandelte Geliebte zu einer Flöte verarbeitet und gewann mit dieser ersten Panflöte viele Musikwettbewerbe gegen andere Götter. Und so ist es nicht verwunderlich, dass ein sehr bekanntes Stück, bei dem die Panflöte zum Einsatz kommt, „der einsame Hirte“ heißt. Dieses schöne Stück wird auch von unserem Orchester als Teil unseres James-Last-Medleys interpretiert.



Die Vogelwasserpfeife


Für Hörspiele oder auch Film- und Fernsehproduktionen gibt es in der Regel vorgefertigte Geräusche, die passend in Szenen eingebaut werden können. So kann zum Beispiel Vogelgesang einfach auf Knopfdruck verwendet werden. Als Orchester könnten wir sicherlich auch auf Töne aus der Konserve zurückgreifen, dies lehnen wir allerdings zu unseren Konzerten ab. Wenn wir Vogelgezwitscher benötigen, müssen wir also ein anderes Hilfsmittel nutzen.
Dafür gibt es die sogenannte Vogelwasserpfeife. Wenn diese mit Wasser gefüllt ist, entsteht ein Ton, der nach dem Gezwitscher von Vögeln klingt. Zu James Lasts „Morgens um sieben“ passt dieses „Instrument“ also perfekt, schließlich gehört neben Sonnenschein ein wenig Vogelgezwitscher zu einem guten Morgen dazu.