Was ist Rhythmus?

Im Allgemeinen bezeichnet der Rhythmus eine gleichmäßig gegliederte Abfolge von Bewegung. Dies zeigt sich schon an dem Wort Herzrhythmus, also der Bewegung unseres lebenswichtigen Muskels.

In der Musik benennt der auf die griechische Sprache zurückgehende Begriff Rhythmus etwas genauer die zeitliche Gestaltung und Ordnung eines Stückes. Neben der Melodie, also der Art und Abfolge von bestimmten Tönen, gibt der Rhythmus einem Musikstück so eine wichtige Struktur. Durch eine bestimmte, regelmäßige Abfolge von Tönen und Pausen unterschiedlicher Dauer entstehen Muster. Diese Muster wiederholen sich in der abendländischen Musik zumeist im Takt oder in der Folge mehrerer Takte. Man bezeichnet dies auch als Schwerpunktrhythmik. Der Rhythmus kann sich dabei am Grundschlag des Taktes (erster Ton) orientieren, oder bewusst gegen diesen steuern.

Die typische und wiederkehrende Gestaltung des Rhythmus findet sich im Sprachgebrauch, indem wir zum Beispiel von einem Marsch-Rhythmus, einem Walzer-Rhythmus oder einem Tango-Rhythmus sprechen.

Wie unterscheiden sich die Notensysteme verschiedener Länder?

Zahlreiche Länder nutzen eigene Bezeichnungen für die unterschiedlichen Noten. Dabei gibt es folgende 3 Arten:

Die Zuordnung von Buchstaben:
Wir nutzen die Buchstaben C, D, E, F, G, A und H. Im englischsprachigen Raum gibt es jedoch einen kleinen Unterschied. So wird der Ton, H stattdessen B genannt. Steht vor diesem Ton noch das Vorzeichen b heißt er dann Bb und entspricht damit dem Ton, den wir als B kennen. Denn im englischsprachigem Raum wird bei allen Noten mit einem Vorzeichen auch an den Notennamen das Vorzeichen angehängt.

Die Zuordnung von Silben:
Statt die Noten nach Buchstaben zu benennen werden in einigen Gebieten, wie zum Beispiel im französischen und italienischen Sprachraum, die Noten mit Silben bezeichnet. So heißen sie dort Do, Re, Mi, Fa, Sol, La, Si.

Die Zuordnung von Ziffern:
Außerdem gibt es verschiedene Ziffernnotationen. So werden z.B. in der chinesischen jianpu Notation den Stammtönen die Ziffern 1 – 7 zugeordnet.

Was sind Akkorde und welche gibt es?

Einem Akkordeon sind Akkorde nicht unbekannt. Da die Bässe auf unseren Instrumenten nach Akkorden angeordnet sind, entschied sich ein österreichischer Instrumentenbauer im Jahr 1829 für den Begriff Akkordeon.

Doch was ist ein Akkord? Kurz gesagt handelt es sich hier um den Zusammenklang von mindestens drei verschiedenen Tönen. Klingen also drei unterschiedliche Töne zur gleichen Zeit (Dreiklang), handelt es sich um einen Akkord. Aber natürlich gibt es auch Vierklänge, Fünfklänge und so weiter.

Im klassischen Sinne wurden Akkorde aus Terzen aufgebaut. Eine Terz ist der Sprung zur übernächsten Hauptnote. Wählt man nun einen Halbton (schwarze Taste) über oder unter dem Hauptton können große und übermäßige sowie kleine und verminderte Akkorde entstehen, die jeweils eine andere Harmonie erzeugen. Auch ein Dur- (eher fröhlich) und Moll-Dreiklang (traurig)können so entstehen. In der Praxis ist aber letztendlich jede Kombination von mehr als drei Tönen ein Akkord. Wer also einmal fleißig alle Tasten auf dem Akkordeon drückt und dabei den Balg zieht, kann vielleicht nicht behaupten einen schönen, konsonanten (Wohlklang) Dur-Dreiklang erzeugt zu haben aber zumindest einen dissonanten (Missklang) Akkord.

Was ist der Quintenzirkel?

Heute wenden wir uns dem Begriff „Quintenzirkel“ zu. Klingt zuerst einmal nach einem schwierigen Thema, bei genauer Betrachtung ist es das aber gar nicht.

Im Prinzip ist der Quintenzirkel eine Übersicht über die Tonarten und welche Vorzeichen sie besitzen. Mit „Zirkel“ ist ein Kreis gemeint, denn im Quintenzirkel sind die Tonarten kreisförmig angeordnet. Die „Quinte“ ist ein Intervall (darüber haben wir gestern berichtet) und besteht aus sieben Halbtonschritten.

Ausgangspunkt ist die Tonart C-Dur, die keine Vorzeichen hat. Sie steht ganz oben in der Mitte. Rechts von ihr sind die Kreuz-Tonarten angeordnet, links die B-Tonarten. Je weiter sich die Tonart im Quintenzirkel von C-Dur entfernt, desto mehr Vorzeichen kommen zum Einsatz.
Innerhalb des Zirkels könnt ihr weitere Tonarten erkennen, diese sind hingegen mit Kleinbuchstaben gekennzeichnet. Das sind die zu den Dur-Tonarten äquivalenten Moll-Tonarten.

Aber warum denn jetzt „Quintenzirkel“? Ganz einfach: die Grundtöne der einzelnen, im Quintenzirkel nebeneinander stehenden Tonarten sind immer sieben Halbtonschritte (also eine Quinte) voneinander entfernt.

Was sind Intervalle?

Als Intervall bezeichnet man in der Musik den Tonhöhenabstand zwischen zwei gleichzeitig oder nacheinander erklingenden Tönen. Die Intervalle werden nach lateinischen Zahlen bezeichnet:

Prime = 1,
Sekunde = 2,
Terz = 3,
Quarte = 4,
Quinte = 5,
Sexte = 6,
Septime = 7,
Oktave = 8

Es existieren verschiedene Arten von Intervallen. Die reinen Intervalle sind: Prime, Quarte, Quinte, Oktave. Alle anderen gibt es als große und kleine Intervalle. Der Unterschied beträgt jeweils einen Halbton. Der Halbtonschritt ist der kleinste Tonabstand zwischen zwei Tönen. Bsp:Auf der Tastatur ist das der Abstand von einer Taste zur direkt daneben liegenden Taste.

Intervalle, die ruhig und entspannt klingen, werden konsonant genannt (Prime, Oktave, Terz, Quinte, Quarte und Sexte). Intervalle, die aneinander „reiben“, nennt man dissonant (Sekunde und Septime).

Welche Tonarten gibt es?

Eine Tonart gibt an, aus welchen Tönen die Melodie des Stückes komponiert wurde. Diese Tonarten werden seit etwa 1600 durch unterschiedlichen Charakter, das sogenannte Tongeschlecht (Dur oder Moll), und den Grundton der verwendeten Tonleiter bestimmt. Legt man den Grundton und das Tongeschlecht fest, erhält man die dazugehörige Tonleiter.

Die Abstände zwischen den Tönen der Dur-Tonleiter betragen immer einen Ganzton, außer zwischen dem dritten und vierten Ton sowie zwischen dem siebten und achten Ton. Diese beiden Abstände sind Halbtonschritte. Daher hat man auf der Klaviertastatur auch nicht zwischen jeder weißen Taste auch eine schwarze Taste.

Im Gegensatz dazu hat die Moll-Tonleiter die Halbtonschritte zwischen dem zweiten und dritten sowie zwischen dem sechsten und siebten Ton.

Jede Dur-Tonart hat eine parallele Moll-Tonart. Beide nutzen die gleichen Tasten bzw. Töne und haben damit die gleichen Vorzeichen. Ohne Vorzeichen (# oder b) und somit die Grundtonarten sind C-Dur und a-Moll.

Durch die verschiedenen Varianten der Vorzeichen ergeben sich jeweils 12 Dur-Tonarten und Moll-Tonarten. Diese lassen sich als Quintenzirkel darstellen. Doch dazu später mehr.

Was ist eine Tonleiter?

Hinter dem Begriff einer Tonleiter verbirgt sich in der Musik eine Reihe von Tönen, die in der Abfolge vom ersten zum letzten Ton in ihrer Tonhöhe ansteigen. In der europäischen Musik hat die Tonleiter standardmäßig den Umfang einer Oktave, das bedeutet, sie besteht aus acht Tönen. (Näheres zur Oktave und anderen Intervallen folgt in einem anderen Kalenderfenster!)
 
Die wichtigste Unterscheidung der Tonleitern ist Dur und Moll. Dabei klingen Dur-Tonleitern für unsere europäischen Ohren fröhlich und beschwingt, Moll-Tonleitern erscheinen eher gesetzt und traurig. Der Unterschied erklärt sich durch verschiedene Tonabstände zwischen den Einzeltönen der Tonleitern und der daraus resultierenden unterschiedlichen Verwendung von weißen und schwarzen Tasten.
 
Die geläufigste ist sicherlich die C-Dur-Tonleiter: C – D – E – F – G – A – H – C.
In dieser Reihenfolge finden sich auch die weißen Tasten der rechten Akkordeonseite.
 
Und hingegen lautet die c-Moll-Tonleiter: c – d – es – f – g – as – h – c.
 
Übrigens: Benannt sind Tonleitern jeweils nach ihrem Startton, wobei Dur-Tonleitern durch Großbuchstaben gekennzeichnet sind, während man für Moll-Tonleitern Kleinbuchstaben verwendet.

Welche Tonhöhen und Tonnamen gibt es?

Damit die einzelnen Töne und Noten gut unterschieden werden können, wurde jedem Ton ein Buchstabe zugeordnet. So wird im deutschsprachigen Raum das C, D, E, F, G, A und H verwendet. Diese werden auch als Stammtöne bezeichnet und entsprechen den weißen Tasten beim Klavier.

Alle Töne können mit einem # (Kreuz) oder einem b (Be) davor um jeweils einen Halbton (auch kleine Sekunde genannt) erhöht oder erniedrigt werden. Dabei verändern sich die Namen folgendermaßen:

C + # → CIS
D + # → DIS
E + # → EIS
F + # → FIS
G + # → GIS
A + # → AIS
H + # → HIS

C + b → CES
D + b → DES
E + b → ES
F + b → FES
G + b → GES
A + b → AS
H + b → B

Diese Vorzeichen gelten immer für einen kompletten Takt und können auch am Anfang des Notensystems stehen. Dann gelten sie immer so lange, bis sie rückgängig gemacht werden. Dafür gibt es das sogenannte Auflösungszeichen.

Welche Taktarten gibt es?

Die letzten Tage haben wir euch bereits näher gebracht, was ein Takt ist und haben bei den Pausen bereits auf den 4⁄4-Takt hingewiesen (sprich: Vier Viertel). In einen 4⁄4-Takt passen 4 Viertelnoten. Hierzu ein kleiner Abstecher in die Mathematik.
Rechnerisch sind 4⁄4 =1. Nimmt man nun 4 Viertel (1⁄4 + 1⁄4 + 1⁄4 + 1⁄4) erhält man genau 1.
 
In der Theorie sagt die Taktart vor allem etwas über die Betonung aus. So wird in einem 4⁄4-Takt das erste Viertel stark und das dritte leicht betont. Dies trifft in erster Linie auf Begleitinstrumente wie das Schlagzeug zu. Allerdings weichen hier Theorie und Praxis oft voneinander ab.
 
Natürlich wären wir nicht in der Musik, wenn es nicht noch ganz andere Taktarten gäbe. Der 3⁄4-Takt, in welchen eben 3 Viertel-Noten hineinpassen, tritt vor allem in Walzern auf und wird darum auch als „Walzertakt“ bezeichnet.
Weitere häufig vorkommende Taktarten sind der 2⁄4 (auch alla breve genannt), 6⁄4, 6⁄8-, 9⁄8, 12⁄8 und 2⁄2-Takt. Letztendlich ist beim Schreiben von Melodien hier alles möglich. Wie praktisch und lesbar wilde Taktarten aber am Ende sind, steht auf einem anderen (Noten-)Blatt.

Was ist ein Takt?

Ordnung muss sein – auch in der Musik. Um ein Musikstück gliedern zu können, benötigt man den Grundschlag und die sogenannten Takte.

Der Grundschlag, manchmal auch „Metrum“ oder „Beat“ genannt, gliedert das Stück in gleichmäßige Abschnitte. Es beschreibt außerdem das Tempo eines Liedes.
Das Wort „Takt“ kommt vom Lateinischen „tactus“, was so viel wie Schlag bedeutet. Das lässt sich gut merken, denn ein Takt besteht aus einer bestimmten Zahl von Schlägen. Diese Anzahl hängt davon ab, um welche Taktart (mehr zu diesem Thema folgt morgen) es sich handelt.

Sicher habt ihr auch schon mal etwas von „Volltakt“ und „Auftakt“ gehört. Diese Begriffe beschreiben den Anfang eines Stückes.
Beginnt ein Lied im Volltakt, dann bedeutet das, dass der erste Takt aus der vollständigen Anzahl von Schlägen besteht, also auf dem ersten Schlag des Taktes anfängt. Handelt es sich dagegen um einen Auftakt, dann beginnt das Stück erst auf dem zweiten, dritten, vierten etc. Schlag. Der erste Takt ist hier also kein vollständiger Takt.

Im Notenbild werden die Takte optisch durch vertikale Striche, die sogenannten Taktstriche, getrennt.