Die Balalaika


„Let your balalaika sing what my guitar wants to say“ – zu Deutsch etwa: Lass deine Balalaika das singen, was meine Gitarre sagen möchte – heißt es im Song „Wind of change“ von den Scorpions. Das besungene Instrument sieht der bekannteren Gitarre auch ein wenig ähnlich und gehört wie sie zu den Lauteninstrumenten, hat aber einen dreieckigen Resonanzkörper und nur drei Saiten. Bei uns ist die Balalaika hauptsächlich als Teil der russischen Volksmusik bekannt, sodass sie auch mit Stücken wie „Kalinka“ verbunden wird.



Die Trompete


Wenn es um Blasinstrumente geht, gibt es wahrscheinlich an der Trompete keinen Weg vorbei. Schon vor 3.500 Jahren gab es im alten Ägypten ähnliche Instrumente. Durch ihren markanten Klang fand sie nicht nur im klassischen Orchester ihren Platz, sondern wurde auch das wichtigste Element zahlreicher Werke.
Aber auch in der Volksmusik kommt man kaum ohne die Trompete aus. Beispiele im volkstümlichen Bereich sind das „Trompetenecho“ und „Adieu mein kleiner Gardeoffizier“, in der Klassik ist vor allem der „Triumphmarsch“ aus Verdis „Aida“ zu nennen. Selbstverständlich wurden und werden diese Stücke auch von uns interpretiert.



Das Saxofon


Am 21. März 1846 patentierte der Belgier Adolphe Sax sein selbst entwickeltes Instrument – und offenbar mangels Kreativität nannte er es schlicht und einfach „Saxofon“. Bewogen zur Erfindung hatte Sax das Fehlen eines gut klingenden Holzblasinstrumentes der tiefen Lage, wie er selbst sagte – denn dies existierte seiner Auffassung nach vorher noch nicht. Ja, das Saxofon gehört zu den Holzblasinstrumenten, auch wenn dies aufgrund des metallischen Korpus nicht unbedingt nahe liegt. Doch die Tatsache, dass die Tonerzeugung mit Hilfe eines Rohrblattes erfolgt, klassifiziert das Saxofon zum Holzbläser.

Wir benutzen das Instrument bei einem der bekanntesten Saxofonstücke der Neuzeit – dem Theme vom „Pink Panther“.



Die Querflöte


Die Querflöte gehört zu den Holzblasinstrumenten, wobei das Anblasloch, im Unterschied zur Längsflöte, seitlich am Rohr angebracht ist. Die eingeblasene, gebündelte Luft wird an der sogenannten Mundlochplatte geteilt, so dass regelmäßige Wirbel entstehen. Diese geben der Luftsäule im Flötenrohr einen Schwingungsanreiz. Je nach Bauart der Querflöte sind unterschiedliche Tonbereiche spielbar. Während eine Bassquerflöte tiefe Töne erzeugt, fabriziert eine Piccoloquerflöte sehr hohe Töne. Im Gegensatz zu anderen Instrumenten, die hier in vorhergehenden Adventstürchen erwähnt wurden, konnte bei unserem letzten Weihnachtskonzert der Einsatz einer echten Querflöte bei „Ein Student geht vorbei“ bewundert werden. Wer weiß, welches Instrument in unserem diesjährigen Weihnachtskonzert zum Einsatz kommt…



Die Panflöte


Der Klang einer Panflöte ist etwas ganz besonderes. Durch Kippen des Instruments werden beim Hineinblasen in die zusammengebundenen Röhrchen unterschiedliche Töne erzeugt. Der Sage nach hatte der griechische Hirtengott Pan seine in Schilf verwandelte Geliebte zu einer Flöte verarbeitet und gewann mit dieser ersten Panflöte viele Musikwettbewerbe gegen andere Götter. Und so ist es nicht verwunderlich, dass ein sehr bekanntes Stück, bei dem die Panflöte zum Einsatz kommt, „der einsame Hirte“ heißt. Dieses schöne Stück wird auch von unserem Orchester als Teil unseres James-Last-Medleys interpretiert.



Die Vogelwasserpfeife


Für Hörspiele oder auch Film- und Fernsehproduktionen gibt es in der Regel vorgefertigte Geräusche, die passend in Szenen eingebaut werden können. So kann zum Beispiel Vogelgesang einfach auf Knopfdruck verwendet werden. Als Orchester könnten wir sicherlich auch auf Töne aus der Konserve zurückgreifen, dies lehnen wir allerdings zu unseren Konzerten ab. Wenn wir Vogelgezwitscher benötigen, müssen wir also ein anderes Hilfsmittel nutzen.
Dafür gibt es die sogenannte Vogelwasserpfeife. Wenn diese mit Wasser gefüllt ist, entsteht ein Ton, der nach dem Gezwitscher von Vögeln klingt. Zu James Lasts „Morgens um sieben“ passt dieses „Instrument“ also perfekt, schließlich gehört neben Sonnenschein ein wenig Vogelgezwitscher zu einem guten Morgen dazu.



Die Melodika


Die Akkordeonspieler unseres Orchesters haben eines gemeinsam: Wir alle haben unsere Musikerkarriere, im wahrsten Sinne des Wortes, klein angefangen. Nämlich mit dem Einsteigerinstrument der Musikschule Fröhlich, der Melodika.
Die Melodika in ihrer heutigen Form wurde von der Firma Hohner entwickelt und eignet sich sehr gut für Kinder oder allgemein für Anfänger, da ihre Spieltechnik sehr simpel und leicht zu erlernen ist. Das bedeutet aber nicht, dass man auf der Melodika nicht auch anspruchsvolle Stücke spielen könnte. Die Youtuber „Melodica Men“ beweisen in ihren Videos beispielsweise eindrucksvoll, wie Lieder wie „Bohemian Rhapsody“ oder der Soundtrack von Star Wars auch ausgesprochen gut für die Melodika arrangiert werden können.
Wir ehren unser Einsteigerinstrument im „Melodika Jump“, wo es einige Soli spielen darf.



Der Dudelsack

Das bekannteste Instrument aus dem schottischen Raum ist der Dudelsack, auch Sackpfeife genannt. Dieses Holzblasinstrument besteht aus Pfeifen und einem Luftsack. In den Sack wird durch den Musiker Luft eingeblasen, welche mittels Armdruck anschließend durch die Pfeifen gepresst wird. Durch Grifflöcher an den Pfeifen können Melodien gespielt werden, während sogenannte Bordunpfeifen einen gleichbleibenden Dauerton hervorbringen. Die Kombination der Melodien mit dem tiefen, satten Brummen ergibt die charakteristische Mehrstimmigkeit dieses Instruments.

Auch wenn in unserem Orchester keine professionell ausgebildeten Sackpfeifer zu finden sind, so bringen wir mit „Highland Cathedral“ und „Amazing Grace“ das schottische Feeling auf die Bühne.

Das Schlagzeug

Wie ihr schon in früheren Türchen lesen konntet, wird unser Orchester fast bei jedem Konzert von einem Schlagzeug begleitet. Ein solches besteht zum einen aus Trommeln (deshalb auch der englische Name drumset oder kurz drums), dazu kommen dann noch Becken. Die Kombination wird vom Musiker individuell und nach Bedarf gewählt. Durch Stative und andere Befestigungshilfen erhält das Schlagzeug seine typische, halbkreisförmig vor dem Schlagzeuger angeordnete Optik. In neuerer Zeit existiert auch eine elektronische Variante des Schlagzeugs, welche den Vorteil hat, noch genauer mit der Lautstärke der einzelnen Teile arbeiten zu können.

Besonders im Stück „Highland Cathedral“ oder dem Weihnachtslied „Little drummer Boy“ erhält das Schlagzeug in unserem Orchester neben der Begleitung noch eine stark melodiegebende Bedeutung.



Der Schellenstab

„Jingle Bells“ ist eines der bekanntesten Weihnachtslieder der Welt und bezeichnet praktischerweise das Instrument hinter Türchen 12. Das Schlittengeläut bzw. der Glockenstab oder auch Schellenstab wird im englischen jingle bell und sleigh bell genannt. Hierbei handelt es sich um einen hölzernen Stab, an welchem Glocken oder Schellen entsprechende Töne erzeugen.
Vor allem in weihnachtlicher Musik findet der Schellenstab großen Anklang, da im Schnee die beste Gelegenheit für eine Schlittenfahrt besteht. In Wham!s „Last Christmas“ kann man das Schlittengeläut heraushören. Und selbstverständlich kommt auch „Jingle Bells“ nicht ohne aus, hier ist der Name Programm.
Auch wir als Orchester nutzen das Schlittengeläut alljährlich und bringen damit noch mehr Schwung in die „Petersburger Schlittenfahrt“.